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Breisgau-Brevet II

Start: Samstag, 01. April 2017, 8:30 Uhr, Gaststätte Augstiner, Freiburg
Länge: 211 km
Höhendifferenz: ca. 2700 Hm
Maximalzeit:
13,5 h
maximal 65 Teilnehmer!
Beleuchtung nach StVO wird empfohlen
möglicher Streckenverlauf auf GPSies

Streckencharakter

Am abwechslungsreichen und bewährten Mix von Schwarzwald, Freiamt, Kaiserstuhl, Rheinebene und Markgräflerland ändern wir nix. Aus dunklen Schwarzwaldtälern, die zu dieser Zeit noch dabei sind, den Winter abzuschütteln rollen wir in die blühenden Hügel von Kaiserstuhl und Markgräflerland. Nur die Gewichtung hat sich verschoben – die Runde im Schwarzwald wird länger mit ca. 500 zusätzlichen Höhenmetern - aber dafür sparen wir uns ein paar Kilometer in den Öden der Rheinebene. Auch hier gilt:

Nach den teils langen und steilen Anstiegen und Abfahrten im Schwarzwald und der Vorbergzone genießen wir hoffentlich die wohltuende Wärme der Weinberge im Kaiserstuhl und kurbeln nach Süden bretteben durch die Rheinebene und wie gehabt hüglig durchs Markgräflerland zurück nach Freiburg. Die teils sehr steilen Wellen des Markgräflerlands sind in der Summe gar nicht so ohne und es empfiehlt sich, sich für die Rückfahrt ein paar Körner aufzuheben.

Streckenbeschreibung

Nachdem wir die östlichen Vororte von Freiburg hinter uns haben, fahren wir stets leicht ansteigend über Kirchzarten nach Buchenbach ins Wagensteigtal. Das ruhige Rollen hat aber schon recht bald ein Ende. Ein gut verstecktes Sträßchen, auf dem wir Wagensteig verlassen, schraubt sich direkt in die steilen Abhänge des Schwarzwalds und bei der Nennung dessen Namens schwingt unter hiesigen Lokalmatadoren auch immer eine Spur von Respekt mit. Der „Steigweg” (Westauffahrt zum Thurner von Wagensteig) ist für uns einer jener Wege, die man in unserer Region mal gesehen haben sollte. Aber trotzdem: Eine recht harte Nuss für den Anfang eines hügligen 200ers so früh im Jahr!

Über den Turner und die „kalte Herberge” (auch hier: Nomen est Omen) rollen wir das Urachtal hinab bis nach Hammereisenbach. Dessen Paralleltal ist der eigentliche Grund für diesen Schlenker: Das sanft ansteigende Linachtal mit seinen Höfen ist reiner Genuss und ein ursprüngliches, typisches Stück Schwarzwald. Vielleicht hat der Eine oder Andere ja noch einen Blick übrig für die historische, denkmalgeschützte Linachtalsperre (Link). Auch ein Beispiel dafür, wie über lange Jahre kleine, dezentrale Energieversorgungen systematisch „entsorgt” wurden. Durch eine Einmalzahlung des örtlichen Energieversorgers versüßt wurde sie schon 1969 vom Netz genommen. Erst durch eine Initiative von Bürgern kann sie nun wieder zur Stromversorgung beitragen.

Am Stadtrand der Uhrenstadt Furtwangen geraten wir für ein kurzes Stück wieder auf die B500 und überwinden das letzte Mal eine Schwarzwaldhöhe bevor wir vom Neueck auf einer langen, rauschenden Abfahrt ins Simonswälder Tal sämtliche hart erarbeiteten Höhenmeter auf einen Rutsch wieder verlieren. Die „Berge” haben wir jetzt hinter uns, ab jetzt kommen „nur noch” Hügel…

Auf der Strecke von „Breisgau-Brevet I” überwinden wir die „Gscheid” (Südost von Stollen) und die Hochfläche von Allmendsberg bevor die Strecken bei Bombach wieder auseinanderlaufen. Das zauberhafte Sträßchen, auf dem wir den Ort wieder verlassen, hat nur einen einzigen kleinen Schönheitsfehler: Es ist auf ca. 1,5 Kilometer nicht asphaltiert was aber einem „wahren Randonneur” und seinem Roß nichts ausmachen sollte!? Haben wir dies hinter uns, reicht der Blick in den Weinbergen an der Burg von Hecklingen vorbei weit über das Breisgau in Richtung Westen bis zu den Vogesen und Süden zu unserem nächsten Ziel, dem Kaiserstuhl.

Endingen ist ein nettes Städtchen und wahrscheinlich ein guter Platz für eine etwas ausgedehntere Rast, bevor wir uns durch Weinberge am östlichen Rand des Kaiserstuhls über Bötzingen und Ihringen immer weiter nach Süden arbeiten. Nun kommt die von Vielen gefürchtete Rheinebene. Je nachdem wie der Wind bläst, ist dieser Abschnitt manchmal zäher und härter als Berge und Hügel zusammengenommen. Auch hier sehen wir vielleicht den einen oder anderen Fahrer von „Breisgau I” wieder. Nur sollten wir kurz hinter Neuenburg nicht vergessen, rechtzeitig auf den kleinen Radweg Richtung Osten abzubiegen, da wir nun wohlverdient ein paar Kilometer „abschneiden” dürfen!!

Bei Auggen tauchen wir in die steilen Hügel des Markgräflerlands. Das Markgräflerland reklamiert für sich die „Toskana Deutschlands” zu sein, und an einem schönen, warmen Frühlingstag wenn alles blüht, ist in den Landschaften wohl tatsächlich nur noch der gewisse kleine Unterschied von „Dolce Vita” und „Badischer Gemütlichkeit” auszumachen. Die steilen Kotzrampen der Orte Feldberg und Lipburg wirken diesem Eindruck aus Sicht des Rennradlers aber durchaus wirksam entgegen! Kurz vor Badenweiler laufen Breisgau I und Breisgau II wieder zusammen und wir freuen uns gemeinsam auf den gewohnten und wohlverdienten Brevet-Abschluss im Augustiner.