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Schwarzwald

Die Höhen des südlichen Schwarzwalds, dessen hüglige Ausläufer, die bisweilen steilen Rampen des vulkanisch entstandenen Kaiserstuhls und die Rebenhänge des Tunibergs bis hinein in die flache Rheinebene sind unser Heimatrevier; ein ganz einfach perfektes, unglaublich vielseitiges Terrain für Radtraining und Fahrradspaß pur, alles gut erreichbar in einer Abend- oder etwas ausgedehnteren Nachmittags-Tour von Freiburg aus. Auch nach Jahren des Fahrens und Erkundens des Geländes entdecken wir noch immer neue, geteerte Sträßchen fürs Rennrad und wenn wir mal wieder genug von Verkehr und Straße haben, können wir uns in den weiten ausgedehnten Wäldern und Hängen des Schwarzwalds zwischen Schauinsland und Feldberg auf dem Mountain-Bike oder Crossrad austoben….

Der Schwarzwald ist touristisch (manchmal zu) gut erschlossen und so bieten unzählige Straußwirtschaften, Berggasthöfe, Vesperstuben und Cafés Möglichkeiten zur mehr oder weniger gepflegten Rast an. Doch Vorsicht: So manch ein Brägele oder Schwarzwälder Kirschtorte wurden beim folgenden Anstieg aufs Kräftigste verflucht und bereut…

Der Schwarzwald und die gegenüberliegenden Vogesen wurden seit dem Einbruch des Oberrheingrabens im Eozän (Beginn vor ca. 35 Mio Jahren) herausgehoben. Die aus unserer eingeschränkten „Radlerperspektive“ höchsten der interessanten Erhebungen in „unserem Revier“ sind Feldberg (1493 m); der Belchen (1414 m), der Kandel (1241 m) und der noch auf dem Stadtgebiet von Freiburg liegende Hausberg Schauinsland (1284 m). Sie alle bieten durchgehende Steigungen aus der Ebene von bis zu acht-, neunhundert Metern Höhendifferenz mehr oder weniger steil an, und alle (bis auf den Feldberg) haben kleine, allerdings in Stoßzeiten immer stärker befahrene Auffahrten; bei entsprechender Wetterlage wird die Anstrengung mit weiten Ausblicken über die Rheinebene bis hinüber zu den Vogesen oder in die Alpen belohnt.

Der immer noch zunehmende Verkehr gestaltet Planung und Durchführung von Rennradtouren immer schwieriger – topographisch bedingt ballt sich der nicht nur touristische Verkehr in den engen Tälern, es gibt kaum Ausweichmöglichkeiten für den Durchgangsverkehr, so dass wir mit dem Rennrad kaum drum herumkommen, uns vor allem am Wochenende mitunter mit störend viel Lärm, Gestank und Unruhe herumschlagen zu müssen, bevor wir uns wieder aufatmend auf die kleinen „Geheimtipps“ zurückziehen können. Aber auch da werden wir in Zeiten, wo auch viele Motorradfahrer mit GPS unterwegs sind, die Touren problemlos heruntergeladen und weit verbreitet werden, auch auf den allerkleinsten, früher nur Einheimischen bekannten Verbindungssträßchen immer stärker bedrängt. Wahrscheinlich ein „Luxusproblem“, wenn wir daran denken mit welcher Verkehrsdichte Radler im Umfeld von Stuttgart oder anderen Ballungszentren zu kämpfen haben...

Trotzdem ist es vor allem am Wochenende dann oft die bessere Alternative auf die „Touristenhighlights“ zu verzichten und sich auf „halber Höhe“ zu bewegen oder sich in die viel weniger frequentierte, hüglige Vorbergzone zurückzuziehen. Das Markgräflerland mit seinem milden, fast schon mediterranem Klima, Weinbergen und Obstplantagen ist herrlich auf kleinen, geteerten Wirtschafts- und typischen Hohlwegen zu durchqueren. Vor allem im Frühjahr zur Kirsch- und Obstbaumblüte ist eine Tour in die hüglige Gegend bei Kandern ein kaum zu übertreffendes Erlebnis, so weit das Auge reicht, von einer Hügelkette zur nächsten, auf teils alten Streuobstwiesen, weißblühende Kirsch- und Obstbäume – während von den Höhen des Schwarzwalds und der Vogesen gleichzeitig noch immer die Reste des Winters leuchten...

Auf dem Höhenkamm des Tunibergs bewegen wir uns inmitten von Rebenhängen und guten, bekannten Weinlagen mit Blick beiderseits auf die Vogesen im Westen und den Schwarzwald im Osten; natürlich ist auch der etwas ausgedehntere Kaiserstuhl (höchste Erhebung 557 m) mit seinen kleinen vom Weinanbau geprägten Ortschaften und Sträßchen ein sehr lohnenswertes Ziel…

Es sind die Vielfältigkeit und Unterschiede der Landschaft, die verschiedenen Klimazonen, der Gegensatz der „wilden“, rauen Schwarzwaldhöhen und des Kulturlands der Ebene und nicht zuletzt die angrenzenden Landschaften – Baar, Jura, Vogesen – die „unser Revier“ so einzigartig machen. Die Übergänge und der Wechsel von Landschaften, Sprachen und Kulturen können so kurz kaum beschrieben werden – sie wollen entdeckt, erlebt und am Besten auf und mit dem Rad erfahren sein.