Das Ventoux-Brevet unter der Knute des Wintereinbruchs
Es war einmal mehr eine Punktlandung: Zeitgleich mit dem Start am 25. März um fünf Uhr begann der Wetterumschwung. Die Temperaturen fielen Stunde um Stunde und Gegenwind, Regen, Schnee und Hagel wurden für die folgenden 600 Kilometer zum festen Begleiter der ca. 80 Starterinnen und Starter. Wer spät dran war, hatte nachts mit verschneiten Straßen zu kämpfen.
Glücklicherweise drehte der Wind am ersten Abend und ließ die Hoffnung auf eine Ankunft wieder aufkeimen.
Zum ersten Mal sahen wir uns gezwungen, das Vercors zu umfahren - ein Durchkommen auf 1000 Metern bei Minustemperaturen und Schneetreiben wäre wohl unmöglich gewesen.
Am zweiten Nachmittag dann blies der Mistral mit voller Stärke von hinten - ein feines Geschenk des Himmels! Regen, Schnee und Graupelschauer blieben uns jedoch bis zum Schluss erhalten.

Ganz ohne Zweifel war es ein Brevet der Oberliga in der Geschichte der Fahrten in die Provence. Dass dennoch rund die Hälfte aller Randonneure in der Zeit gefinisht haben, grenzt fast schon an ein kleines Wunder. Chapeau!
Der Mont Ventoux blieb mit dem Rad unerreichbar - was nicht heißt, dass nicht etliche ihr Rad die letzten beiden Kilometer zum Gipfel geschoben hätten. Wie so oft: ein glänzender Abschluss!